Unterschiede bei IVF-Behandlung zwischen Deutschland und der Türkei
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Als Klinik mit vielen Patienten aus Deutschland teile ich meine Beobachtungen:
- In Deutschland wird keine HSG durchgeführt; stattdessen wird Hysterosonographie verwendet. Sind die Eileiter blockiert, wird meist nicht eingegriffen. In der Türkei ist HSG Routine, und bei Hydrosalpinx entfernen wir den Eileiter, da er die Implantationsfähigkeit des Embryos verringert.
- In Deutschland wird bei fehlendem genetischem Risiko PGT meist nicht erlaubt. In der Türkei wird PGT jedoch bei fortgeschrittenem Alter, wiederholten Fehlgeburten oder zur Verkürzung der Kinderwunscherfüllung eingesetzt.
- In Deutschland sind die Kontrolltermine seltener; am Tag der Ovulationsauslösung wird die Follikelgröße weniger betont. In der Türkei erfolgt eine engmaschigere Überwachung, besonders bei niedrigem Ovarialreserve.
- In Deutschland wird der Embryotransfer meist am Tag 2 oder 3 durchgeführt und das Einsetzen von nur einem Embryo ist stark limitiert. In der Türkei ist der Transfer am 5. Tag (Blastozyste) üblich, und in geeigneten Fällen werden auch zwei Embryonen transferiert.
- In Deutschland werden evidenzbasierte Unterstützungsmaßnahmen (z. B. IVIG, Intralipid) selten eingesetzt. In der Türkei finden diese in Fällen wiederholter Implantationsversagen häufiger Anwendung.
- Erfolgsraten in der Türkei können bis zu 70 % erreichen. Die Medikamentenkosten sind vergleichbar mit Deutschland, doch die Gesamtkosten der Behandlung sind in der Türkei günstiger.
Wenn Sie Fragen zur IVF-Behandlung in der Türkei haben, kontaktieren Sie uns gern.
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Op. Dr. Soner DÜZGÜNER
Facharzt für Geburtshilfe und Gynäkologie
Op. Dr. Soner Düzgüner: Bietet Diagnose und Behandlung in Bereichen wie In-vitro-Fertilisation, Frauengesundheit, Unfruchtbarkeit, gynäkologische Chirurgie und Schwangerschaftsnachsorge.