Oligoasthenospermie, niedrige Spermienzahl

In diesem Video finden Sie Informationen über die Ursachen, Diagnose und Behandlung von Oligoasthenoteratozoospermie (niedrige Spermienzahl und Qualitätsprobleme).

Was ist Oligoasthenoteratozoospermie?

Oligoasthenoteratozoospermie ist eine Störung, die durch eine geringe Spermienanzahl, eingeschränkte Beweglichkeit und abnorme Morphologie gekennzeichnet ist und eine häufige Ursache für männliche Unfruchtbarkeit darstellt. Sie wird als dreifache Anomalie definiert: niedrige Spermienzahl (Oligozoospermie), schlechte Beweglichkeit (Asthenozoospermie) und Fehlformen (Teratozoospermie). Männer mit dieser Diagnose produzieren Spermien mit geringer Befruchtungsfähigkeit und reduzierter Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Die Diagnose wird gestellt, wenn die Spermienzahl zwischen 5 Millionen/ml und 15 Millionen/ml liegt. Ursachen können genetische Faktoren, hormonelle Ungleichgewichte, Lebensstilfaktoren, Infektionen und toxische Einflüsse sein.

Was ist schwere Oligoteratoasthenozoospermie (niedrige Spermienzahl)?

Schwere Oligoteratoasthenozoospermie (OAT) ist eine ernsthafte Störung mit niedriger Spermienanzahl, eingeschränkter Beweglichkeit und abnormer Morphologie, die die Fruchtbarkeit des Mannes stark beeinträchtigt. Diese drei Faktoren gehören zu den Hauptursachen männlicher Unfruchtbarkeit. Eine schwere OAT verringert die Chancen auf eine natürliche Empfängnis erheblich und macht oft den Einsatz assistierter Reproduktionstechniken (ART) erforderlich. Die Diagnose wird gestellt, wenn die Spermienanzahl unter 5 Millionen/ml liegt.

Was sind die Ursachen für eine geringe Spermienzahl?

Es gibt viele Faktoren, die zu einer Verringerung der Spermienanzahl führen können. Hier sind einige mögliche Ursachen für eine geringe Spermienzahl:

Hormonelle Ungleichgewichte: Ein Ungleichgewicht von Testosteron und anderen Hormonen kann die Spermienproduktion beeinträchtigen und zu einer verringerten Spermienzahl führen.

Störung des Temperaturgleichgewichts der Hoden: Die Hoden benötigen eine ideale Temperatur, um richtig zu funktionieren. Heiße Umgebungen und das Tragen enger Unterwäsche können die Temperatur erhöhen und die Spermienproduktion verringern.

Varikozele: Eine Varikozele ist die Erweiterung der Venen im Hodensack, die die Temperatur der Hoden erhöhen und die Spermienproduktion beeinträchtigen kann.

Infektionen: Geschlechtskrankheiten (wie Chlamydien und Gonorrhö) sowie Harnwegsinfektionen können die Spermienproduktion negativ beeinflussen.

Tabak- und Alkoholkonsum: Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können zu einer Verringerung der Spermienzahl und zu eingeschränkter Beweglichkeit führen.

Medikamenteneinnahme: Bestimmte Medikamente, insbesondere Chemotherapeutika zur Krebsbehandlung und anabole Steroide, können die Spermienproduktion negativ beeinflussen.

Exposition gegenüber Strahlung und Chemikalien: Der Kontakt mit Strahlung und bestimmten Chemikalien kann die Spermienproduktion verringern und das Erbgut der Spermien schädigen.

Chronischer Stress: Stress kann das hormonelle Gleichgewicht stören und die Spermienproduktion verringern.

Ungesunde Ernährung: Eine unzureichende und unausgewogene Ernährung kann zu Vitamin- und Mineralstoffmängeln führen, die die Spermienproduktion beeinträchtigen.

Genetische Faktoren: Chromosomenanomalien und genetische Störungen können die Spermienproduktion verringern oder verhindern. Die Ursachen für eine geringe Spermienzahl können von Person zu Person unterschiedlich sein, und oft spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle. Um die Ursache zu ermitteln und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu finden, kontaktieren Sie uns bitte.

Wie wird Oligoasteno-Teratozoospermie behandelt?

Die Behandlung einer niedrigen Spermienzahl hängt vom Schweregrad des Problems und den zugrunde liegenden Ursachen ab. Unter der Aufsicht eines Andrologen können folgende Methoden angewendet werden:

Lebensstiländerungen: Der Verzicht auf Rauchen und Alkohol, eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Stressbewältigung können die Spermienparameter verbessern.

Medikamentöse Behandlung: Eine verminderte Spermienzahl infolge hormoneller Ungleichgewichte, Infektionen oder Varikozele kann medikamentös behandelt werden. Zu den eingesetzten Medikamenten zählen Antibiotika, Entzündungshemmer, Hormontherapien und Antioxidantien.

Varikozele-Operation: Bei vermindertem Ejakulatvolumen aufgrund einer Varikozele kann eine Varikozelenoperation (Varikozelktomie) zur Verbesserung der Spermienparameter beitragen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass keine Wunder zu erwarten sind.

Assistierte Reproduktionstechniken: Wenn eingeschränkte Spermienparameter die Chance auf eine natürliche Schwangerschaft verringern, sollten assistierte Reproduktionstechniken in Betracht gezogen werden. Verfahren wie In-vitro-Fertilisation (IVF) und intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) können die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen.

Testikuläre Spermienextraktion (TESE) – Testikuläre Spermienaspiration (TESA): Wenn die Spermienproduktion sehr gering oder nicht vorhanden ist, können Spermien operativ aus den Hoden entnommen und für eine ICSI verwendet werden.

Wie wird eine geringe Spermienanzahl festgestellt?

Eine niedrige Spermienanzahl ist ein Zustand, der bei Männern zu Fruchtbarkeitsproblemen führen kann und zeigt häufig keine Symptome. Um eine niedrige Spermienanzahl festzustellen, sind verschiedene Untersuchungen und Bewertungen erforderlich.

Hier sind die notwendigen Schritte zur Feststellung einer niedrigen Spermienanzahl:

Samenanalyse (Spermanalyse): Um eine niedrige Spermienanzahl eindeutig festzustellen, ist eine Samenanalyse erforderlich. Dieser Test bewertet das Ejakulat eines Mannes hinsichtlich der Anzahl, Beweglichkeit und Morphologie der Spermien. Normalerweise wird die Probe nach 4–5 Tagen sexueller Enthaltsamkeit abgegeben. Eine geringe Spermienzahl im Testergebnis kann auf Oligozoospermie hinweisen.

Körperliche Untersuchung: Eine vom Urologen durchgeführte körperliche Untersuchung kann helfen, eine Varikozele oder andere körperliche Anomalien festzustellen. Diese Zustände können zu einer niedrigen Spermienanzahl beitragen.

Hormonuntersuchungen: Die Spiegel von Hormonen wie Testosteron, luteinisierendes Hormon (LH) und follikelstimulierendes Hormon (FSH) stehen in Zusammenhang mit der Spermienproduktion. Hormonuntersuchungen können helfen festzustellen, ob eine hormonelle Störung die Ursache für eine niedrige Spermienanzahl ist.

Genetische Tests: Chromosomenanomalien und genetische Störungen können die Spermienproduktion verringern oder verhindern. Genetische Tests können helfen festzustellen, ob die niedrige Spermienanzahl genetische Ursachen hat.

Oligoasteno-Teratozoospermie und IVF-Behandlung

Oligoasteno-Teratozoospermie, also eine geringe Spermienanzahl (bei schweren Fällen unter 5 Millionen/ml), kann Paare daran hindern, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen. Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist eine häufig angewandte Methode bei männlich bedingter Unfruchtbarkeit wie der Oligoasteno-Teratozoospermie. Bei der IVF-Behandlung wird häufig eine Technik namens intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) eingesetzt. Bei dieser Methode wird das gesündeste und beweglichste Spermium direkt in die Eizelle injiziert, um die Befruchtungschancen zu erhöhen. Diese Technik bietet bei männlicher Unfruchtbarkeit höhere Erfolgsraten. Für weitere Informationen zur Oligoasteno-Teratozoospermie und IVF-Behandlung können Sie unser Kontaktformular ausfüllen und uns kontaktieren.

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    Op. Dr. Soner DÜZGÜNER

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