Azoospermie
In diesem Video finden Sie Informationen darüber, was Azoospermie ist, deren Ursachen und Behandlungsmethoden.
Was sind die Ursachen für Azoospermie?
Azoospermie ist das Fehlen von Samenzellen im Ejakulat bei Männern und führt zu Unfruchtbarkeit. Die Ursachen der Azoospermie lassen sich wie folgt aufzählen:
1. Obstruktive Azoospermie: Dabei handelt es sich um eine Situation, in der die Spermien aufgrund einer Blockade im Genitaltrakt nicht austreten können. Die Faktoren, die zu dieser Blockade führen, sind:
- Angeborenes Fehlen oder Verstopfung des Samenleiters (Vas deferens)
- Infektionen (z. B. Prostatitis, Epididymitis)
- Verletzungen nach skrotaler oder inguinaler Chirurgie
- Zysten, Steine oder Tumore
2. Nicht-obstruktive Azoospermie: Unzureichende oder fehlende Spermienproduktion
Dabei handelt es sich um das Ausbleiben der Spermienproduktion. Die Hauptursachen für diesen Zustand sind:
- Genetische Faktoren (z. B. Klinefelter-Syndrom, Mikrodeletion des Y-Chromosoms)
- Hormonelle Störungen (z. B. Hypogonadismus, Hypothyreose)
- Unterentwicklung der Hoden
- Varikozele (Erweiterung der Venen in den Hoden)
- Exposition gegenüber Strahlung, Chemotherapie oder anderen toxischen Substanzen
- Medikamenteneinnahme (z. B. testosteronbasierte Medikamente, anabole Steroide)
- Chronische Erkrankungen (z. B. Nierenversagen, Lebererkrankungen)
Symptome der Azoospermie
Die Symptome der Azoospermie werden in der Regel nicht durch direkte Anzeichen erkannt, aber bestimmte Hinweise und Anzeichen können auf die Erkrankung hindeuten. Zu den Symptomen der Azoospermie gehören:
Unfruchtbarkeit: Das deutlichste Symptom der Azoospermie ist das Ausbleiben einer Schwangerschaft trotz regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsverkehrs mit der Partnerin. Wenn nach einem Jahr regelmäßigen Verkehrs keine Schwangerschaft eintritt, sollte ein Facharzt zur Abklärung aufgesucht werden.
Sexuelle Funktionsstörungen: Erektions- oder Ejakulationsprobleme können als mögliche Ursachen im Zusammenhang mit Azoospermie angesehen werden.
Anzeichen eines hormonellen Ungleichgewichts: Gewichtszunahme, Energiemangel, Libidoverlust, Depressionen und Angstzustände können bei Männern mit Azoospermie auftreten und auf ein hormonelles Ungleichgewicht hinweisen.
Schmerzen, Schwellungen oder Empfindlichkeit in den Hoden: Probleme wie Varikozele, Infektionen oder Tumore in den Hoden können zu Azoospermie führen und sich durch Schmerzen, Schwellungen oder Empfindlichkeit äußern.
Körperliche Veränderungen wie verminderte Körperbehaarung oder Brustvergrößerung: Bei Azoospermie aufgrund hormoneller Ungleichgewichte oder genetischer Ursachen können körperliche Veränderungen wie reduzierte Körperbehaarung oder eine Brustvergrößerung (Gynäkomastie) auftreten.
Wie wird Azoospermie behandelt?
Die Behandlung der Azoospermie hängt von der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung ab. Es gibt zwei Haupttypen der Azoospermie: obstruktive Azoospermie (durch Blockade verursacht) und nicht-obstruktive Azoospermie (unzureichende oder fehlende Spermienproduktion).
Behandlungsoptionen sind:
Behandlung der obstruktiven Azoospermie (aufgrund einer Blockade):
Chirurgische Korrektur: Die Ursache der Verstopfung kann chirurgisch behoben werden. Zum Beispiel können eine Verstopfung des Samenleiters, eine Epididymitis oder eine Varikozele durch einen operativen Eingriff behandelt werden.
Methoden zur Spermiengewinnung: In Fällen, in denen keine Spermien durch chirurgischen Eingriff gewonnen werden können, kann die Spermiengewinnung direkt aus den Hoden oder dem Nebenhoden erfolgen. Zu diesen Methoden gehören die testikuläre Spermienaspiration (TESA), die mikrochirurgische testikuläre Spermienextraktion (Micro-TESE) und die perkutan epididymale Spermienaspiration (PESA).
Behandlung von unzureichender oder fehlender Spermienproduktion (nicht-obstruktive Azoospermie):
Hormonbehandlung: Die Spermienproduktion kann durch die Korrektur hormoneller Ungleichgewichte erhöht werden. Wenn beispielsweise ein Mangel an Testosteron oder Schilddrüsenhormonen vorliegt, kann eine entsprechende Hormontherapie durchgeführt werden.
Methoden zur Spermiengewinnung: Methoden zur Spermiengewinnung: In Fällen, in denen keine Spermien chirurgisch gewonnen werden können, kann die Spermiengewinnung direkt aus den Hoden oder dem Nebenhoden erfolgen. Zu diesen Methoden gehören die testikuläre Spermienaspiration (TESA), die mikrochirurgische testikuläre Spermienextraktion (Micro-TESE) und die perkutan epididymale Spermienaspiration (PESA).
Bei wem tritt Azoospermie auf?
Azoospermie kann bei Männern jeder Altersgruppe und ethnischen Herkunft auftreten. Sie macht etwa 10–15 % der männlichen Unfruchtbarkeitsfälle aus.
Kann ein Mann mit Azoospermie Kinder bekommen?
Die Chance, dass Männer mit Azoospermie Kinder bekommen, hängt von der Ursache, dem Schweregrad und den möglichen Behandlungsmethoden ab. Es gibt zwei Haupttypen von Azoospermie: obstruktive und nicht-obstruktive, und jede hat unterschiedliche Behandlungsoptionen. Heutzutage wird die Mikro-TESE-Operation eingesetzt, um Männern mit Azoospermie zu helfen, Vater zu werden. Die Erfolgsrate der Spermiengewinnung mit Mikro-TESE liegt durchschnittlich zwischen 54 % und 58 %.
Gibt es Männer mit Azoospermie, die Kinder bekommen haben?
Die Diagnose Azoospermie wird durch einen Test namens Spermaanalyse gestellt; dabei wird eine vom Patienten entnommene Samenprobe unter dem Mikroskop untersucht, und wenn keine Spermien vorhanden sind, wird Azoospermie diagnostiziert.
Wie wird Azoospermie diagnostiziert?
Die Diagnose Azoospermie wird durch einen Test namens Spermaanalyse gestellt; dabei wird eine vom Patienten entnommene Samenprobe unter dem Mikroskop untersucht, und wenn keine Spermien vorhanden sind, wird Azoospermie diagnostiziert.
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Op. Dr. Soner DÜZGÜNER
Facharzt für Geburtshilfe und Gynäkologie
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