Spiral

Was ist die Spirale zur Empfängnisverhütung?
Die Spirale, medizinisch als Intrauterinpessar (IUP) bekannt, ist eine Verhütungsmethode, die in die Gebärmutter eingesetzt wird, um eine Schwangerschaft zu verhindern.
Die Spirale ist in der Regel T- oder Y-förmig, besteht aus Kunststoff, und einigen Typen sind Kupfer oder das Hormon Progesteron hinzugefügt.
Wenn die Spirale in die Gebärmutter eingesetzt wird, verhindert sie, dass Spermien die Gebärmutterschleimhaut erreichen, und somit auch eine Befruchtung. Spiralen mit Kupfer wirken, indem sie Spermien abtöten und die Gebärmutterschleimhaut für diese ungeeignet machen. Spiralen mit dem Hormon Progesteron verdünnen die Gebärmutterschleimhaut und verdicken den Zervixschleim, wodurch es den Spermien erschwert wird, die Gebärmutter zu erreichen.
Für wen ist eine Spirale nicht geeignet?
Obwohl die Spirale für die meisten Frauen eine sichere und wirksame Verhütungsmethode ist, wird ihre Anwendung in bestimmten Fällen nicht empfohlen. Zu den Situationen, in denen die Spirale nicht verwendet werden sollte, gehören:
Frauen mit einer aktiven Beckeninfektion: Die Spirale kann dazu führen, dass sich die Infektion auf die Gebärmutter und die Eileiter ausbreitet.
Frauen mit Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs: Diese Erkrankungen können die Verwendung einer Spirale unsicher machen.
Frauen mit einer abnormalen Form oder Größe der Gebärmutter: Dies kann das korrekte Einsetzen der Spirale erschweren und ihre Wirksamkeit verringern.
Frauen mit einer Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Kupfer, wie bei Morbus Wilson: Die Verwendung einer kupferhaltigen Spirale kann bei diesen Frauen eine schwere allergische Reaktion auslösen.
Frauen, die kürzlich eine entzündliche Beckenerkrankung (PID) hatten: Die Spirale kann das Risiko für eine PID erhöhen.
Frauen mit starkem und ungeklärtem vaginalem Blutverlust: Dies kann ein Hinweis auf ein ernsteres Gesundheitsproblem sein, und die Verwendung einer Spirale könnte die Situation verschlechtern.
Wie wirksam ist die Spirale als Verhütungsmethode?
Bei korrekter Einlage ist die Spirale eine sehr wirksame Verhütungsmethode. Kupferspiralen (wie Paragard) sind im ersten Anwendungsjahr zu etwa 99 % wirksam. Hormonspiralen (wie Mirena, Kyleena, Liletta und Skyla) sind ebenfalls etwa 99 % wirksam.
Das bedeutet, dass etwa 1 von 100 Frauen innerhalb eines Jahres schwanger werden könnte. Diese Zahlen gelten jedoch unter idealen Anwendungsbedingungen, und die Wirksamkeit kann abnehmen, wenn die Spirale verrutscht oder herausfällt.
Kann man mit eingesetzter Spirale schwanger werden?
Da keine Verhütungsmethode zu 100 % wirksam ist, besteht auch bei Verwendung einer Spirale ein geringes Schwangerschaftsrisiko. Die Wirksamkeit kann sinken, wenn die Spirale verrutscht. Außerdem ist das Schwangerschaftsrisiko unmittelbar nach dem Einsetzen etwas höher, da es eine gewisse Zeit dauert, bis die Spirale sich vollständig gesetzt hat und wirksam ist.
Wann wird eine Spirale eingesetzt?
Die Spirale wird in der Regel am Ende des Menstruationszyklus eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Gebärmutterhals weiter geöffnet, was das Einsetzen der Spirale erleichtert.
Was sind die Nebenwirkungen der Spirale?
Die Nebenwirkungen der Spirale können von Person zu Person unterschiedlich sein. Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören unregelmäßige Monatsblutungen, Zwischenblutungen, schmerzhafte oder starke Regelblutungen sowie Schmerzen oder Unwohlsein (insbesondere beim ersten Einsetzen des Geräts). Weniger häufige, aber ernsthafte Nebenwirkungen sind das Herausfallen der Spirale, eine Perforation der Gebärmutter oder entzündliche Erkrankungen des Beckens.
Wie lange bietet eine Spirale Schutz?
Kupferspiralen bieten in der Regel einen Schutz von bis zu 10 Jahren, während hormonelle Spiralen meist zwischen 3 und 5 Jahren wirksam sind. Die Anwendungsdauer kann jedoch je nach Gesundheitszustand, Alter und anderen Faktoren variieren.
Wie ist der Geschlechtsverkehr mit eingesetzter Spirale?
Der Geschlechtsverkehr verläuft mit eingesetzter Spirale ganz normal. Wenn die Spirale korrekt eingesetzt ist, spüren weder Sie noch Ihr Partner sie.
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Op. Dr. Soner DÜZGÜNER
Facharzt für Geburtshilfe und Gynäkologie
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