Rotarix-Impfung: Wann wird gegen Rotaviren geimpft und wie viele Dosen sind nötig?

Rotarix ist ein Schluckimpfstoff, der Babys vor Durchfall und Erbrechen durch Rotaviren schützen soll. Bei der Impfplanung im Säuglingsalter ist der Zeitpunkt besonders wichtig, denn die Impfung muss innerhalb bestimmter Altersgrenzen abgeschlossen werden. In diesem Beitrag erkläre ich die Rotavirus-Infektion, die Eigenschaften von Rotarix, das Impfschema und die Punkte, die Eltern kennen sollten.

„Ich achte sehr auf die Hygiene meines Babys – ist die Rotavirus-Impfung trotzdem nötig?“ ist ein guter Ausgangspunkt, um das Thema zu verstehen. Händewaschen und Sauberkeit sind wichtig, reichen gegen dieses leicht übertragbare Virus allein aber oft nicht aus. Ziel der Impfung ist es, das Baby vor allem vor schwerem Durchfall und Flüssigkeitsverlust zu schützen.

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Was ist das Rotavirus und welche Symptome verursacht es bei Babys?

Das Rotavirus verursacht vor allem bei Babys und Kleinkindern Magen-Darm-Infektionen. Die Infektion zeigt sich meist durch Erbrechen und wässrigen Durchfall; auch Fieber und Bauchschmerzen können hinzukommen.

Für Eltern ist der wichtigste Aspekt der Erkrankung, dass ein Baby in kurzer Zeit viel Flüssigkeit verlieren kann. Wenn ein Baby wegen Erbrechens nicht ausreichend trinkt, lässt sich die durch Durchfall verlorene Flüssigkeit nur schwer ersetzen.

Zu den Anzeichen eines Flüssigkeitsverlusts gehören:

  • Weniger nasse Windeln als sonst
  • Trockener Mund
  • Weniger Tränen beim Weinen
  • Ungewöhnliche Schläfrigkeit oder deutliche Unruhe
  • Vermindertes Trinken

Treten diese Anzeichen auf, ist eine ärztliche Untersuchung nötig. Antibiotika wirken bei einer Rotavirus-Infektion nicht; im Mittelpunkt der Behandlung steht, Flüssigkeitsverlust zu verhindern und auszugleichen. [1]

Wie wird das Rotavirus übertragen?

Das Rotavirus wird mit dem Stuhl infizierter Personen ausgeschieden. Wer verunreinigte Hände, Spielzeuge oder Oberflächen berührt und die Hand dann zum Mund führt, kann sich anstecken. Deshalb erkranken nicht nur Kinder in der Kita, sondern auch Babys, die zu Hause betreut werden.

Händehygiene und Reinigung nach dem Wickeln sind wichtige Bausteine des Schutzes. Gute Hygiene verhindert die Übertragung jedoch nicht vollständig. Die Impfung ergänzt die alltäglichen Hygienemaßnahmen. [1]

Was ist die Rotarix-Impfung?

Rotarix ist ein Impfstoff mit abgeschwächten, lebenden humanen Rotaviren. Er hilft dem Immunsystem, das Virus zu erkennen und eine Abwehr gegen eine spätere Infektion aufzubauen.

Wie wird die Rotarix-Impfung verabreicht?

Rotarix wird nicht gespritzt, sondern geschluckt. Darin unterscheidet sich der Impfstoff von vielen anderen Kinderimpfungen. Die Gabe erfolgt durch medizinisches Fachpersonal, und der Impfstoff darf unter keinen Umständen injiziert werden.

Unter geeigneten Bedingungen kann er beim selben Termin wie andere Kinderimpfungen gegeben werden. So lässt sich der Impfkalender des Babys insgesamt planen. [2]

In welchem Alter wird Rotarix gegeben und wie viele Dosen sind nötig?

Rotarix wird in zwei Dosen gegeben. Laut europäischer Produktinformation kann die erste Dosis ab einem Alter von 6 Wochen verabreicht werden; zwischen den beiden Dosen müssen mindestens vier Wochen liegen.

Die Impfserie sollte möglichst vor der 16. Lebenswoche und in jedem Fall bis zur 24. Lebenswoche abgeschlossen sein. Deshalb ist es wichtig, die Rotavirus-Impfung schon bei den ersten Vorsorgeuntersuchungen anzusprechen.

Die Haltung „Wir warten, bis es etwas größer ist“ ist bei dieser Impfung nicht geeignet. Ist die Altersgrenze überschritten, kann die Impfung nicht wie bei anderen Impfstoffen beliebig nachgeholt werden. Anhand des Geburtsdatums und bisheriger Dosen sollte ein Zeitplan erstellt werden, der der aktuellen Produktinformation des in der Türkei verwendeten Impfstoffs entspricht. [2]

Wie gut schützt die Rotarix-Impfung?

Der wichtigste Nutzen der Rotavirus-Impfstoffe besteht darin, das Risiko schwerer Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte zu senken. Die CDC gibt für Rotavirus-Impfstoffe im ersten Lebensjahr einen Schutz von etwa 85–98 % vor schwerer Erkrankung und Krankenhausaufenthalt an. Diese Werte garantieren nicht für jedes Kind und jede Situation dasselbe Ergebnis.

Auch ein geimpftes Baby kann Durchfall bekommen, denn Durchfall hat viele Ursachen außer Rotaviren. Zudem kann kein Impfstoff die Zielinfektion bei jedem Menschen vollständig verhindern. Bei der Beurteilung des Impferfolgs zählt vor allem der Schutz vor schwerer Erkrankung. [3]

Welche Nebenwirkungen hat die Rotarix-Impfung?

Nach Rotarix können Unruhe und leichter Durchfall auftreten. Ein sehr seltenes Risiko, das Eltern kennen sollten, ist die Invagination, also die Einstülpung eines Darmabschnitts in einen anderen.

Treten vor allem in der ersten Woche nach der Impfung starke oder anfallsartige Bauchschmerzen, wiederholtes Erbrechen, blutiger Stuhl oder ein deutlich geblähter Bauch auf, ist eine sofortige ärztliche Abklärung nötig. Diese Anzeichen dürfen nicht als „normale Impfreaktion“ abgewartet werden.

Babys, die bereits eine Invagination hatten, eine nicht korrigierte Fehlbildung des Darms mit entsprechender Neigung haben oder an einem schweren kombinierten Immundefekt leiden, erhalten kein Rotarix. [4]

Häufige Fragen zur Rotarix-Impfung

1.Reicht eine einzige Dosis Rotarix aus?

Empfohlen sind zwei Dosen. Damit der Schutz das empfohlene Niveau erreicht, müssen beide Dosen im passenden Alter gegeben werden. Wurde die erste Dosis verabreicht, sollte der Termin für die zweite im Voraus geplant werden.

2.Schützt die Rotarix-Impfung vor allen Durchfallerkrankungen?

Nein. Rotarix richtet sich gegen Erkrankungen durch Rotaviren. Durchfall durch andere Viren, Bakterien oder andere Ursachen verhindert der Impfstoff nicht. Daher sollten auch bei einem geimpften Baby Anzeichen eines Flüssigkeitsverlusts beobachtet werden. [3]

3.Muss das Stillen bei der Rotarix-Impfung unterbrochen werden?

Laut Produktinformation müssen Stillen und Füttern vor oder nach der Impfung nicht eingeschränkt werden. Hat das Baby ein besonderes gesundheitliches Problem, sollte dies vor der Impfung mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden. [4]

Planung der Rotavirus-Impfung in Istanbul

Bei der Rotavirus-Impfung ist der richtige Zeitpunkt ebenso wichtig wie die Entscheidung selbst. Wer das passende Zeitfenster anhand von Geburtsdatum und Impfpass prüft, verpasst die Altersgrenze nicht.

Mehr Informationen zu Impfungen erhalten Sie, wenn Sie die Seite unseres Impfzentrums Istanbul besuchen. Gerne planen wir die Impfungen Ihres Babys gemeinsam mit den Vorsorgeuntersuchungen.

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Quellen

Die medizinischen Informationen in diesem Beitrag beruhen auf den unten genannten Quellen. Ein persönlicher Impfplan wird immer nach ärztlicher Beurteilung festgelegt.

  1. CDC — Über Rotaviren
  2. EMA — Rotarix
  3. CDC — Rotavirus-Impfung
  4. EMA — Rotarix Produktinformation
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    Op. Dr. Soner DÜZGÜNER

    Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

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